Region Steinhuder Meer
Die Orte in der Region Steinhuder Meer
  • Steinhude   ( 1 Beitrag )

    Steinhude ist ein Stadtteil von Wunstorf  in der Region Hannover in Niedersachsen  und Touristenort am Südufer des Steinhuder Meeres. Einst ein kleines beschauliches Fischerdorf, ist Steinhude heute bekannt als Erholungsort im Naturpark Steinhuder Meer.

    Steinhude liegt am Südufer des Steinhuder Meeres. Im Osten ist das Fischerdorf mit seinem Nachbarort Großenheidorn zusammengewachsen. Im Süden liegen die Bundesstraße 441 und ein kleines Waldstück, das Hoheholz. Ein weiterer markanter Punkt im Süden ist die ca. 140 m hohe Kali-Halde bei Bokeloh. Durch die 1,5 km lange Uferpromenade ist Steinhude mit seinem westlichen Nachbarn Hagenburg  verbunden.

    Der Uferbereich des Steinhuder Meeres ist seit frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Am Ende des 13. Jahrhunderts wird Steinhude erstmals als "Stenhuthe" urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Fischerdorf 1641 fast vollständig zerstört. Die kleine Siedlung lebte von der Landwirtschaft und vom Fischfang und wurde im 17. Jahrhundert zu einer Fleckengemeinde. Im 18. Jahrhundert wurde die Leineweberei zum wichtigsten Wirtschaftszweig. Bereits vor Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Steinhude eine Schokoladenfabrikation, eine der ersten in Deutschland.

    Zum Amt Hagenburg gehörig, wurde Steinhude von den Grafen von Schaumburg regiert. Nach der Teilung der Grafschaft wurde Steinhude 1640 Teil der Grafschaft Schaumburg-Lippe.

    In der Zeit von 1761-1767 ließ Graf Wilhelm I. zu Schaumburg-Lippe die Festung Wilhelmstein auf einer künstlich aufgeschütteten Insel errichten.

    Erst im 20. Jahrhundert begann der Ausbau des kleinen Dorfes zum Fremdenverkehrsort. Der Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, der zunehmende Tourismus und ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung führten zu einer deutlichen Vergrößerung des Ortes.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1945 gab es mehrere größere Eingriffe in das Orts- und Landschaftsbild. Eine weitere künstliche Insel, die 35000 m² große Badeinsel wurde 1975 erschaffen. Zwischen Steinhude und Hagenburg wurde ein Damm aufgeschüttet und zur Uferpromenade ausgebaut. Bis 1964 führte die Steinhuder Meer-Bahn (StMB), eine Schmalspur-Eisenbahn von Wunstorf nach Uchte, durch Steinhude.

    Die Schaumburger Gemeinde Steinhude wurde im Zuge der Gebietsreform 1974 nach Wunstorf in den erweiterten Landkreis Hannover eingemeindet, der 2001 in der Region Hannover aufging.

     

    JavaScript must be enabled in order for you to use Google Maps.
    However, it seems JavaScript is either disabled or not supported by your browser.
    To view Google Maps, enable JavaScript by changing your browser options, and then try again.


  • Mardorf   ( 2 Beiträge )

    Mardorf ist ein Ortsteil von Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen, der rund 2.000 Einwohner hat. Durch seine Lage am Nordufer des Steinhuder Meeres und innerhalb des Naturparks Steinhuder Meer ist er mit seinem Tourismus als Erholungsort  staatlich aner

    Der Name Mardorf bedeutet "Dorf am Meer". 1171 wurde der Ort als "Meredorpe" und 1173 als "Merctorph" erstmals urkundlich erwähnt. 1522 hatte das "kleine Mardorf" direkt am Seeufer etwa 75 Einwohner. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Mardorf ("Lütjen Mardrup") aufgegeben und nach 1620 weiter westlich, etwas vom Ufer entfernt, in einem Buchen- und Eichenwald wieder aufgebaut. 1668 war die Bevölkerung auf rund 250 Personen angewachsen. Es entstand eine Dorfschule. Die Bauernhöfe gliederten sich in 7 Halbmeier, 2 Halbspänner und 11 Kötner. Um 1725 hatte sich die Einwohnerzahl auf etwa 550 Personen erhöht und es bildete sich die "Gemeinschaft der 27 Bauern", die bis heute als Realgemeinde  fortbesteht. Mitte des 19. Jahrhunderts erfasste auch Mardorf die Auswanderungswelle nach Amerika, was die Bevölkerungszahl halbierte. Zur Existenzsicherung wurde mit der Urbarmachung der Meerbruchwiesen begonnen. Um 1914 begann in den nahe gelegenen Niedermooren die Kultivierung unter Einsatz von großen Dampfmaschinen.

    Erst Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Ausbau des bis dahin reinen Bauerndorfes zum Touristenzentrum mit Wochenendsiedlungen (nach 1950) und Fremdenverkehr (nach 1965). 1968 entstand die "Moorstraße" durch das Tote Moor nach Neustadt. Bis dahin war es nur über einen Umweg möglich, das Steinhuder Meer bei Mardorf von Neustadt oder Hannover aus zu erreichen. Etwa die Hälfte aller Besucher kommt aus dem angrenzenden Ost-Westfalen-Lippe. 1970 wurden der etwa 6 km lange Uferweg des Nordufers und die Promenade (im westlichen Teil) ausgebaut. Gegenüber Steinhude hat Mardorf bis heute wesentlich ungünstigere Verkehrsanbindungen, die sich nachteilig für den Tourismus auswirken.

    Um 1980 wurde eine Dorferneuerung begonnen und 1983 wurde ein Dorfgemeinschaftsverein gegründet, dem heute (2009) über 200 Mitglieder angehören. Seither gab es durch Wiederaufbau, Umbau oder Neubau alter Gebäude viele Veränderungen im Dorfbild. Dazu gehören 1983 der Meyer-Speicher, Sieg bei "Unser Dorf soll schöner werden", 1984 Dorfgemeinschaftshaus mit Grillplatz, Brase-Speicher, 1989 erste Weihnachtsbeleuchtung, 1990 Brennewien-Speicher, 1991 Heimat-Museum, 1996 Haus des Gastes, 1997 Maibaum, Ortschronik, 2003 Mardorfer Wörterbuch und ab 2009 Backhausanbau an den Brennewien-Speicher.

     

    JavaScript must be enabled in order for you to use Google Maps.
    However, it seems JavaScript is either disabled or not supported by your browser.
    To view Google Maps, enable JavaScript by changing your browser options, and then try again.



Kontakt | Impressum | Sitemap | Bilder aus Neustadt am Rübenberge | XHTML & CSS Valide